skip to content

Stadt Buxtehude macht Kasse


Die Wohnmobilisten parken (noch) kostenlos auf dem Schützenplatz, die Dauerparker mit ihren Pkw werden im Sommer verbannt. Foto Vasel

 

   
   

BUXTEHUDE. Die Buxtehuder Politik ist sich einig: Einstimmig hat sich der Innere Ausschuss am Mittwochabend im Stadthaus für die Einführung einer Parkgebühr für Wohnmobile sowie für Fahrzeuge mit Wohnwagen und für Busse auf dem Schützenplatz ausgesprochen. Fünf Euro am Tag will die Stadt kassieren – voraussichtlich ab Juni/Juli. Der Rat soll die neue Parkgebührenordnung am 19. Mai beschließen.

Die Ratsfraktion von BBG/FWG hatte sich im Vorfeld für die Einführung einer Tagesgebühr von fünf Euro stark gemacht – mit dem Verweis auf das „Gebot der Gleichbehandlung“. Schließlich, so Ratsherr Bodo Klages, seien alle innerstädtischen Parkflächen mittlerweile kostenpflichtig. Er war sich mit Petra Möhle (CDU) einig, dass der innenstadtnahe Wohnmobilstellplatz – idyllisch an der Este gelegen – so attraktiv sei, dass eine Parkgebühr in dieser geringen Größenordnung sich nicht negativ auf die Attraktivität der Stadt Buxtehude für die Wohnmobilisten auswirken werde.

Einen weiteren Vorteil sah die Fraktionsvorsitzende der CDU, Arnhild Biesenbach. Parkgebühr und -verbot würden die Dauerparker vertreiben; viele S-Bahn-Nutzer stellten ihren Pkw tagsüber auf dem Platz hinter der Bahnhofstraße ab – kostenlos.

Schätzungsweise 8000 Wohnmobile hätten 2014 den Platz angesteuert; bei einer Tagesgebühr von fünf Euro würden sich zunächst Einnahmen in Höhe von rund 40 000 Euro ergeben – rein rechnerisch. „Allerdings haben andere Städte auf Nachfrage berichtet, dass sich durch die Einführung einer Parkgebühr die Zahlen reduziert haben“, sagt Eichhorn. Davon geht auch der Fachbereichsleiter und Kämmerer Ralf Dessel aus.

Damit (nach dem Ratsbeschluss im Mai) bereits im Sommer kassiert werden kann, soll der Automatenhersteller bereits „ein Signal“ bekommen. Die Stadt rechnet damit, dass in diesem Jahr 11 000 Euro im Stadtsäckel landen – unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten, 2016 werden 34 000 Euro prognostiziert. Die Stadt rechnet mit einem Rückgang von 15 Prozent.

Der Parkscheinautomat wird 6000 Euro kosten; auf eine teure Schrankenanlage (40 000 Euro) soll verzichtet werden. Damit die Wohnmobilisten nicht auf den Parkplatz vor der Festhalle an der Hansestraße ausweichen, wird dieser „explizit als Pkw-Parkplatz ausgewiesen“, so die Verwaltung.

Im Landkreis gibt es etwa 32 vergleichbare Plätze; nach den Angaben der Verbände gibt der Wohnmobilist im Schnitt 45 Euro pro Tag und Kopf aus. Das stärkt Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt. Das ist ein Grund, warum die Stadt, sprich die Stadtwerke und die Stadtentwässerung, bereits 2007/2008 und 2012 investiert haben; auf dem Platz gibt es eine Ver- und Entsorgungsstation und sieben „Stromtankstellen“; Frischwasser kostet einen Euro (80 bis 100 Liter), der Strom einen Euro pro Kilowattstunde. Und: Im Vergleich zu anderen Wohnmobilplätzen an der Unterelbe liege Buxtehude mit fünf Euro, so Ratsherr Klages, bei den Tagesgebühren „im unteren Bereich“.

zurück